PIRATEN schließen ersten dezentralen Parteitag erfolgreich ab

Trier, Baustert – In Rheinland-Pfalz hat die Piratenpartei mit ihrem Kreisverband Trier/Trier-Saarburg heute Parteiengeschichte geschrieben. Sie haben erfolgreich den ersten dezentralen Parteitag veranstaltet, sprich einen Parteitag an zwei Orten gleichzeitig.

Mit einer an Videokonferenzen angelehnten Technik wurden die beiden Veranstaltungsorte zusammengeschaltet und mittels einer gemeinsamen Versammlungsleitung – durchgeführt durch den Beisitzer im Landesvorstand, Johannes Thon, – geleitet. „Zwar hatten wir kurze Unterbrechungen in der Technik, aber diese Pausen gibt es auch bei herkömmlichen Parteitagen. Insgesamt war es aus meiner Sicht ein erfolgreicher Parteitag und Vorbild für zukünftige Vorhaben.“ Johannes Thon ergänzt: „Wir haben neue Lernfelder entdeckt und während des Parteitags mit vielen kleinen Detaillösungen den Ablauf der Versammlung sicher gestellt“

Per Telefon wurde auch der Bundesvorsitzende der Piratenpartei Bernd Schlömer zum Parteitag zugeschaltet. Er lobte das Engagement der Piraten aus Trier: „Der Versuch, einen dezentralen Parteitag abzuhalten ist sehr hilfreich!“ Zudem sei er sehr interessiert an den Ergebnissen um daraus Erkenntnisse für die Zukunft zu erhalten.

Der Trierer Kreisvorsitzende Christian Hautmann ist ebenfalls gespannt, die Auswirkungen auf die deutsche Parteienlandschaft zu sehen: „Dezentrale Parteitage sind eine Möglichkeit, um auch weiterhin basisdemokratisch agieren zu können. Den Piraten liegt es am Herzen, dass sich auch in Zukunft bei zunehmender Mitgliederzahl alle an der politischen Entscheidungsfindung beteiligen können.“

Inhaltlich wurde auf dem Kreisparteitag der Piratenpartei Trier/Trier-Saarburg vor allem die Weiterentwicklung des Kommunalprogramms voran getrieben. In kontroversen Debatten wurden Beschlüsse zu Bürgerrechten, Sozialem, Infrastruktur, Umwelt und Stadtentwicklung getroffen. Des Weiteren wurden Änderungen an der Satzung des Kreisverbandes und ein Positionspapier verabschiedet.

Die technische Basis für diesen dezentralen Parteitag waren insgesamt sechs Videokameras, eine Satelliteninternetverbindung, drei interne und ein externer Videostream. Mehr als 100 Zuschauer haben den Parteitag im Internet mitverfolgt. Einer der Zuschauer kommentierte über den Kurznachrichtendienst Twitter „Der Stream vom #dkpt ist technisch vergleichbar mit der Live-Übertragung der Mondlandung. Alles noch provisorisch, aber ein großer Schritt.“[1] Die Piraten in Trier wurden nicht nur von Kollegen aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz unterstützt, sondern auch durch Piraten aus dem benachbarten Saarland und vom Projekt piraten-streaming.de[2].

Quellen:

[1] https://twitter.com/#!/Herzmut/status/199120333725372418

[2] Details zur Technik: http://www.piraten-streaming.de/?p=1262

 

Außerdem gibt es hier eine Nachlese des Vorsitzenden Christian Hautmann: http://hautmann-direkt.de/dkpt-nachlese/

Und man kann sich den Stream nachträglich auf Youtube anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=22yEUuw-dhE

Technische Grundvorraussetzungen für einen dezentralen Parteitag
http://www.piraten-streaming.de/?p=1272

Medienecho:


Weitere Informationen


Blog unserer Stadträtin Darja


Blog unseres Kreistagsmitglieds Georg




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