Die jährliche Preiserhöhung ist hausgemacht

Dr. Karl-Georg SchrollZur regelmäßigen jährlichen Preiserhöhung im ÖPNV äußert sich Dr. Karl-Georg Schroll, Verkehrswissenschaftler und Kreistagsmitglied der Piratenpartei im Landkreis Trier-Saarburg.

„Alle Jahre wieder oder wie das Amen in der Kirche ereilt die Bewohner im Gebiet des Zweckverbands Verkehrsverbund Region Trier (VRT) die nächste Preiserhöhung im ÖPNV. Die Politiker, die im VRT-Ausschuss sitzen, trauen sich einfach nicht, dieser endlosen Preisschraube Einhalt zu gebieten. Wenn die Verkehrsunternehmen husten, dann ereilt die Politiker gleich ein heftiger Schnupfen. Dabei ist diese Preisschraube hausgemacht. Seit Jahren vertröstet man die ÖPNV-Nutzer, dass endlich ein Verkehrsverbund eingerichtet wird, so dass die tarifliche Kleinstaaterei im VRT ein Ende hat. Außerdem frage ich mich, warum nicht mal auf andere Regionen geschaut wird, wo der ÖPNV ein Erfolgsmodell ist. Zum Beispiel die Region Freiburg mit ca. 630.000 Einwohnern, 120 Mio. Fahrgästen – und ein Monatsticket kostet im ganzen Verbundgebiet ca. 55 Euro. Wenn es da im dispersen Schwarzwald geht, warum nicht auch bei uns?“

Der Zweckverband Verkehrsverbund Region Trier (VRT) hatte Anfang letzter Woche die Erhöhung der Preise bekannt gegeben. Die Ticket-Preise werden im kommenden Jahr im Schnitt um 2,5 Prozent teurer, Monatskarten sogar um bis zu 2,8 Prozent. Die Erfahrungen aus den vergangenen Preiserhöhungen zeigen, dass die Fahrgastzahlen dadurch erheblich zurückgehen. Die PIRATEN setzen sich für einen fahrscheinlosen öffentlichen Nahverkehr ein.


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