Häufige Fragen

Warum bedarf es noch einer Partei? Reicht ein Verein/eine Initiative nicht aus?

Die etablierten Parteien haben es versäumt, unsere Themen aufzunehmen und uns als Bürgerinnen und Bürger entsprechend zu vertreten. Es gibt bereits eine Anzahl von Organisationen, die in ihren Zielen mit denen der PIRATEN übereinstimmen. Was bisher gefehlt hat, ist eine Partei, die es sich klar zur Aufgabe gemacht hat, diese Themen in die Parlamente zu tragen und im demokratischen Prozess die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Diese Partei sind die PIRATEN.

Eure Themen sind doch sehr stark techniklastig, Politik umfasst doch viel mehr!

Unsere Bewegung befindet sich erst in der Gründungsphase und unsere Wurzeln sind das Internet und die Internetkultur – die meisten arbeiten in diesem Umfeld oder sind hier seit langer Zeit aktiv. Klar, dass entsprechende Themen zur Zeit noch unser Programm dominieren. Studiengebühren, Volkswirtschaft, Bildungsnotstand, Umweltpolitik, Gleichberechtigung, Wirtschaftsrecht, Familienförderung, Entwicklungsarbeit und ähnliches sind Deine Themen? Willkommen an Bord, wir freuen uns auf Deine Mitarbeit!

Seid Ihr eine „Filesharerpartei“?

Nein. Wir stehen unter anderem für Bürgerrechte und Datenschutz, sind gegen Patente auf Leben, Geschäftsmodelle und Software. Wir beschäftigen uns aber auch mit dem Urheberrecht, denn das Thema Immaterialgüterrechte ist im Kommunikationszeitalter besonders wichtig. Das wird gerade bei digitalen Inhalten wie Musik, Film und Software deutlich und Positionen zu Filesharing gehören deswegen in unser Programm. Aber die Thematik geht weit darüber hinaus! Unsere Forderungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft!

Ihr wollt doch nur kostenlos Filme und Musik ziehen!

Nein, aber wir wundern uns, dass die Schallplatte in den 80zigern 18 DM, die CD in den 90zigern 29,90 DM kostete und ein Lied heute mindestens 99 ct kostet. Im gleichen Zeitraum sind die Vervielfältigungskosten exorbitant gesunken, den Künstlern des musikalischen Einheitsbreis geht es phänomenal – aber die Multimedia-Industrie jammert. Der Konsument hingegen kann legal im Internet gekaufte Songs jetzt nur noch begrenzt auf verschiedenen Geräten abspielen.

Wie sollen die Künstler dann an ihr Geld kommen? Die müssen ja auch irgendwie leben.

Unter anderem wird die Idee der „Kulturflatrate“ diskutiert. Zusätzlich bieten Konzerte, Fanartikel, Spenden und staatliche Kunstförderung weitere Einnahmemöglichkeiten. Andere Ideen werden ebenso diskutiert und viele Künstler setzen bereits alternative Geschäftsmodelle erfolgreich ein.

Ich weiss gar nicht, was Ihr wollt: Ich habe keine Geheimnisse, von mir kann man alles wissen.

Dein Arbeitgeber, Deine Krankenkasse, Dein Supermarkt, Dein Vermieter, Deine Versicherungsgesellschaft auch? Jaja, man kann eine Menge Geld sparen, wenn man rechtzeitig 5,20 € in den Kauf Deines Datensatzes investiert.

Ich lese immer: wir sind gegen Patente! Aber teure Investitionen in Forschung und Entwicklung können sich für Unternehmen doch nur durch Patentschutz rechnen!

Betriebswirtschaftlich geht diese Rechnung für finanzstarke Unternehmen auf. Aber hast Du schon eine Untersuchung gesehen, in der die vielen kleinen Unternehmen berücksichtigt sind, die durch teure Patentanwälte, horrende Patentgebühren und jahrelange Prozesse in den Ruin getrieben wurden? Wir können eine solche Studie nicht bezahlen, alleine die Abmahngebühren für Trivialpatente halten uns schon auf Trab …

Piratenpartei, so ein blödsinniger Name…

Der Begriff des Piraten ist ein Kampfbegriff, der vor allem von der Musik- und Filmindustrie und ihren Lobbyorganisationen benutzt wird, um etwa ein Viertel der Bevölkerung zu kriminalisieren. Das Wort pirat stammt aus dem hellenistischen Griechisch: peiratés und bedeutet im ursprünglichen Sinne „Angreifer“. Du findest, die heutige Parteien-Landschaft hat Ruhe verdient?

Alles schön und gut, aber was sind denn jetzt Eure konkreten Forderungen?

Wir wollen intelligente Politik machen statt zielgruppengerechte Phrasen zu dreschen. Dazu gehört auch, dass wir wissen wollen, was machbar und umsetzbar ist: ein Lernprozeß – und wir befinden uns am Anfang. Du kannst unserer Programmarbeit im Netz zuschauen und auch mitmachen. Wir wollen nicht Themen vorgeben, sondern zur aktiven politischen Arbeit aufrufen!

Open Source, Open Access, Open Standards… open minded?

Genau! Wir setzen uns für eine offene und freie Informationsgesellschaft ein – und die ist nicht auf Daten beschränkt und umfasst mehr als die von uns im Moment behandelten Themen. Deshalb bist Du auch Du mit Deinen Ideen und Deinen politischen Interessen für die Piratenpartei Deutschland wichtig!