Positionspapiere

Positionspapier zur Kommunal- und Verwaltungsreform

Position zu einer möglichen Aufnahme wechselwilliger Gemeinden aus der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf, Kreis Bernkastel-Wittlich, durch Verbandsgemeinden im Kreis Saarburg im Zuge der Kommunal- und Verwaltungsreform

Wir unterstützen alle bisherigen Ergebnisse aus Bürgerentscheiden und Ratsbeschlüssen der einzelnen Gemeinden der VG Thalfang am Erbeskopf und lehnen daraus folgernd eine Zwangsfusion der gesamten VG Thalfang am Erbeskopf mit der EG Morbach ab.

Die aus den Bürgerentscheiden / Ratsbeschlüssen der Gemeinden aus der VG Thalfang am Erbeskopf resultierenden Angliederungswünsche sind zu befolgen, soweit die aufnehmende Kommune dem zustimmt und eine räumliche Anbindung möglich ist. Die Kreisgrenzen dürfen kein Hindernis für Fusionen darstellen.

Positionspapier zu den Plänen der ECE in Trier

Die Piratenpartei Trier/Trier-Saarburg stellt sich gegen die Pläne, in Trier ein oder gar zwei neue Einkaufscenter am Viehmarkt und der Simeonstraße bauen zu lassen. Wir Piraten möchten nicht, dass durch diese neuen innerstädtischen Einkaufszentren der ökonomischen aber auch der kulturellen Entwicklungsperspektive der Trierer Innenstadt nachhaltig geschadet wird oder sie zumindest negativ beeinflusst wird.

Trier ist nicht primär eine Einkaufsstadt, sondern hauptsächlich eine Touristenstadt. Daher sollte nicht der betriebswirtschaftliche Nutzen von Einkaufszentren in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt werden, sondern vielmehr auf die touristische und kulturelle Attraktivität der Stadt gesetzt werden. Die Anziehungskraft der Stadt Trier auf die Menschen ergibt sich nicht in erster Linie durch ihre Einkaufsmöglichkeiten, sondern vielmehr durch ihre mehr als zweitausendjährige Geschichte, die zahlreichen einzigartigen Sehenswürdigkeiten und Weltkulturerbestätten, die bemerkenswerte charakteristische Innenstadt mit ihren zahlreichen Cafés und inhabergeführten Geschäften sowie die reizvolle Umgebung der Stadt insgesamt.

Erfahrungen aus anderen Städten haben gezeigt, dass die über Jahre gewachsenen innerstädtischen Geschäftsbereiche, die den Charakter der Stadt ausmachen, oftmals kaum noch eine Chance im Wettbewerb gegen die Einkaufszentren haben, selbst wenn die Zentralität und damit die wirtschaftliche Bedeutung im Bereich des Einzelhandels durch diese Zentren gesteigert wurde und die Stadtverträglichkeit vorab durch Gutachten bescheinigt worden war. Neue Einkaufszentren bedeuten mehr motorisierten Individualverkehr, eine Verlagerung des städtischen Lebens in diese Zentren, weniger Passanten und damit auch weniger soziales und kulturelles Leben in der Fußgängerzone und nicht zuletzt eine Monopolisierung der Verkaufsflächen. Auch das belegen Erfahrungen aus anderen, mit Trier vergleichbaren Städten.

Die Statistiken der letzten Jahre zeigen außerdem eine stagnierende bzw. sogar real rückläufige Umsatzentwicklung im Einzelhandel insgesamt. Eine Vergrößerung der Verkaufsflächen in Trier steht im krassen Gegensatz zu diesen Entwicklungen. Die Piraten nehmen diese Entwicklung ernst und sehen die Zukunft des Handels im Internet. Für den Einzelhandel ist die Zukunftsperspektive viel mehr das Fachgeschäft, das durch persönliche Beratung und langjährige Erfahrung einen Mehrwert gegenüber dem Handel über das Internet bietet. Gerade solche Geschäfte sind aber oftmals inhabergeführt und passen nicht ins Schema von Einkaufszentren, die eher Platz für große Ketten bieten, deren Umsätze in Zukunft jedoch mehr und mehr über das Internet gemacht werden. Nicht Wachstum ist das Schlüsselwort für den Einzelhandel, sondern Qualität und Flexibilität!

Insgesamt stellt sich in letzter Konsequenz die Frage: Nimmt man eine massive Umstrukturierung durch neue innerstädtische Einkaufszentren mit all ihren Auswirkungen in Kauf oder stellt die Erhaltung der historisch gewachsenen Trierer Innenstadt einen Wert dar? Die Piraten sagen Ja, Triers Innenstadt ist schützenswert und muss erhalten bleiben, damit Trier Trier bleibt!